Altstadtfest 2.0 – Eintauchen in eine fremde Welt

Eintauchen in die Welt des … Mittelalters! Denn in der Bad Staffelsteiner Altstadt wird mit Jung und Alt nicht nur die Gemeinschaft von heute gefeiert, sondern auch das Leben, wie es vor mehr als 500 Jahren war. Um das Rauthaus herum finden sich historische Handwerker und ein authentischer Mittelaltermarkt – Hexenkostüme, Flechtfrisuren, Pauken und Trompeten inklusive.

Altstadtfest heißt Beleben, Feiern, Freunde treffen, die Zeit genießen…das ist schon ein Muss nach Bad Staffelstein zu kommen.

Es war einmal…
Erstmals wird Staffelstein in Aufzeichnungen um 800 erwähnt, zugehörig zum Gutsbezirk Banz. Um 1100 wurde Staffelstein das Marktrecht verliehen und erhielt um 1400 zunächst Stadttore, später das Stadtrecht. Viele Menschenleben forderten aber Katastrophen wie schwere Stadtbrände, der Dreißigjährige Krieg oder die Pest im Jahr 1634. Erst im Jahr 1975 wurde die solehaltige Thermalquelle erschlossen, sodass Staffelstein dann im Jahr 2001 zu Bad Staffelstein umbenannt wurde.

Von Hexenhaus bis Badehaus, von Pauke bis Dudelsack
An diese lange Geschichte erinnert die Stadt nun schon zum 38. Mal im Rahmen ihres Altstadtfestes. Zu den zahlreichen Handwerkern gehören unter anderem der Holzschnitzer, der Maurer, der Bäcker, der Schmied und und der Metzger, aber auch die Näherinnen und Spinnerinnen zeigen ihr Können.
So könnt ihr euch bei Bader Schorsch im Badehaus Dracunis…

aller Sorgen leib und ledig sein lassen!

Einzigartigen Schmuck gibt es nicht nur zu Kaufen, sondern auch zum Selbermachen – und auch Flechtfrisuren mit schönen Bändern und Blumen könnt ihr euch vor Ort zaubern lassen. Dafür sorgen unter anderem Beate und ihre Tochter Mira von der Montessori-Schule Mitwitz:

Ich zeige es dir, aber du musst es selber tun, denn nur so kannst du es lernen.

Nicht nur Zuschauer sein, sondern Akteur – das ist das Motto in Bad Staffelstein an diesem Wochenende.Und auch sie lassen mehr Taten als Worte sprechen: Magier, Wahrsager, Zauberer und Hexen präsentieren ihre ganz eigene Kunst und laden zum Mitmachen ein.

Aber das Mittelalter zeichnete sich nicht nur durch Handwerk und Gastfreundschaft aus, sondern hatte auch seine dunklen Seiten: Kranken und Bedürftigen kann aufgrund schlechter medizinischer Versorgung kaum geholfen werden. Stattdessen wurden Sie von der Gesellschaft verachtet und als „Aussätzige“ mit ihren Problemen im Stich gelassen. Auch diese Facette wird aufgezeigt, indem ein Staffelsteiner umwickelt in weiße Tücher als Lepra-Kranker um Hilfe und Spenden bittet.

Bildung? Nur wenn der Pegel stimmt!
Die „Malzsteuer“ verlangte nämlich, dass die Bevölkerung genügend Alkohol konsumieren muss – im Gegenzug wird Stück für Stück eine Schule gebaut.

Humor hatten sie also schon damals, die Staffelsteiner. Daran hat sich auch bis heute nichts geändert, denn Spaß und Unterhaltung stehen für die Besucher des 38. Altstadtfestes an diesem Wochenende im Vordergrund. Mit der passenden musikalischen Untermalung durch die Familien-Kombo „VogelFrei“ oder die Blaskapelle wird es an diesem Sommerwochenende erst recht nicht langweilig!

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